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  • AutorenbildAneesha C. Mueller

Hast du ständig Beziehungsstress oder Eheprobleme, obwohl du schon alles versucht hast?

Was dich sabotiert und wie du das überwindest




Steckst du fest in einem ungewollten Muster und kommst einfach nicht raus? Ich glaube jeder von uns kennt das Gefühl, dass wir in einer Beziehung, in der Ehe, bei der Arbeit, oder in persönlichen Projekten festgefahren sind, feststecken, uns im Kreis drehen, einfach nicht weiterkommen. Dieses Gefühl von "Ich würde ja gerne, aber ich kann irgendwie nicht!" Oder: "Ich tu' ja schon Alles, ich meditiere, ich arbeite an mir, und trotzdem kann ich mich nicht ändern? Trotz alledem geh ich in die Luft? Was ist bloß mit mir los?! Das kann doch nicht sein!"


Doch kann es! Und Du bist nicht alleine! Ich kenne das selbst nur zu gut! Jahrelang steckte ich fest in schmerzhaften und ungesunden Mustern, welche mich fast zur Verzweiflung brachten. Erst jetzt weiß ich, dass Gesprächstherapie, kathartische Methoden und sogar stille Meditation mir nicht wirklich viel geholfen haben. Zumindest nicht mit diesen festgefahrenen Mustern.


Nachdem ich das erste Mal mit Trauma-Arbeit in Berührung kam, dämmerte es mir so langsam. Die Ursache, das eigentliche "Problem", sind nicht nur die schädlichen Glaubenssätze, die vielen Gedanken oder dass die Energie im Mentalen gebunden ist (zumindest sind die nicht alleine schuld). "Nur" Meditieren hilft also nicht wirklich. Auch Gesprächstherapie schien es nicht zu sein. Warum bloß?


Nun ja, wie ich dann so langsam aber sicher herausfand, ist das wirkliche Problem ein disreguliertes Nervensystem. Das heißt, das Problem steckt im Körper, nicht im Geist. Nein. Noch nicht einmal in unbewussten Emotionen.


Das eigentliche Problem ist ein zu hoher oder zu niedriger Erregungsgrad im Nervensystem. Diese nervliche Über- oder Unter-Erregung ist eine Endlosschleife, die sich nicht von alleine auflösen lässt. Es braucht sehr spezialisierte Maßnahmen und tiefgehendes Verständnis über die neurophysiologischen Vorgänge im Körper. Alleine daraus befreien kann der Körper sich nicht.


Ja, das ist in vielen Fällen die eigentliche Ursache für schmerzhafte Muster, aus denen wir beim besten Willen nicht allein durch mentale Anstrengung aussteigen können.


Jetzt fragst Du Dich sicher wie so was sein kann. Wie hängt das Alles zusammen. Ich erkläre es Dir gerne.


Die (unbewusste) Ursache ist oftmals Entwicklungstrauma.




Entwicklungstrauma - was ist das und wo kommt es her?

Entwicklungstrauma ist nichts anderes als ein chronisch unter- oder überreguliertes Nervensystem und ein nicht besonders gut ausgebildeter ventraler Vagus Nerv (auch 'Selbstheilungsnerv' genannt), und das ist schleichend und während der frühen Kindheit entstanden. Schleichend? Was meine ich damit?


Erstmal möchte ich die generelle Situation klären: Wenn wir Erfahrungen machen, die unsere Toleranzschwelle überschreiten, werden Überlebensstrategien wie Flucht, Kampf oder Einfrieren (aka 'Fight/Flight/Freeze') getriggert. Wenn uns das als Erwachsener passiert, wir aber einen gut ausgebildeten ventralen Vagus Nerv haben, kann der Körper relativ schnell wieder in den Normalzustand zurückkehren. Was der Vagus Nerv ist, darauf komme ich noch.


Wenn wir aber als Baby oder Kleinkind regelmäßig Erfahrungen machen mussten, bei denen unsere Toleranzschwelle überschritten wurde, ist es für uns nicht so leicht, wieder in den Normalzustand zurück zu kehren. Oft bleiben wir dann im biochemischen Cocktail von Fight/Flight/Freeze stecken, und das zeigt sich in erhöhten Adrenalin- und Kortisolwerten, und z.B. auch in chronisch verspannten Muskeln, chronischem Stress, häufigen Konflikten mit Anderen und vielen anderen Symptomen wie Schlafstörungen oder Reizmagen.


Die Forschungsergebnisse sind klar. Bessel van der Kolk erklärt in seinem Buch 'The body keeps the score':


"Wie die ACE-Studie (Adverse Childhood Experiences) gezeigt hat, sind Kindesmisshandlung und -vernachlässigung die am besten vermeidbare Ursache für psychische Erkrankungen, die häufigste Ursache für Drogen- und Alkoholmissbrauch und ein wesentlicher Faktor für führende Todesursachen wie Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs, Schlaganfall und Selbstmord."


Diese Studie macht es überdeutlich: Erlebnisse in der Kindheit haben einen eindeutigen und direkten Einfluss auf unsere Gesundheit heute, und zwar mental und körperlich.


Wie genau entsteht also diese Disregulation des Autonomen Nervensystems?


Jedes Ereignis, das uns überwältigt, trägt dazu bei. Alles, was passiert, was zu schnell, zu viel oder zu plötzlich passiert. Alles, was mehr ist als das, was wir tolerieren können. Alles, was einfach zu viel ist.


Was ist also zu viel? Von jemandem bedroht zu werden, der eine Waffe auf meinen Kopf richtet? Ja, sehr wahrscheinlich. Oder in einem Kriegsgebiet leben? Oder einen Flugzeugabsturz erleben? Ja, das wäre für die meisten von uns zu viel und würde höchstwahrscheinlich ein Trauma verursachen.

Für Kinder, insbesondere für Babys und Kleinkinder, sieht das Szenario jedoch ganz anders aus. Das Nervensystem von kleinen Kindern ist noch nicht vollständig entwickelt. Genau gesagt ist nur ein Teil des Vagus Nervs entwickelt, wenn Babies geboren werden. Und zwar der, der für die Erstarrungsreaktion zuständig ist. Der andere Teil des Vagus Nervs muss erst noch ausgebildet werden und dazu bedarf es einer eingestimmten, einfühlsamen und emotional verfügbaren Mutter, die das Baby adequat spiegeln und ihm Geborgenheit und Sicherheit schenken kann. Das ist leider nicht selbstverständlich.


Babies sind wesentlich anfälliger für Reize von außen, als wir uns als Erwachsene vorstellen könnten. Es besteht also die Möglichkeit, dass viele, wenn nicht alle von uns, eine oder mehr Erfahrungen gemacht haben, die uns damals zu viel, zu schell oder zu plötzlich waren. Wenn dem so war, kann Einiges als Folgeerscheinung schief gelaufen sein. So ist ein Baby z.B. darauf angewiesen, dass seine Mutter emotional präsent und verfügbar ist und auf das Baby eingehen kann, d.h die Mutter ist in der Lage zu spüren, in welcher Stimmung das Baby ist und was es braucht, und dann kann sie entsprechend darauf reagieren und dessen Bedürfnisse adequat befriedigen. Zweitens ist ein Baby darauf angewiesen, dass dies immer wieder verlässlich der Fall ist. Und drittens braucht das Baby adequate Spiegelung seiner Gefühlszustände. All das ist die Voraussetzung dafür, dass sich der Ventrale Vagus Nerv gesund und vollständig entwickeln kann. Im Gegensatz zum Dorsalen Vagus Nerv, der uns blitzschnell in die Erstarrung schickt, um uns bei Gefahr zu beschützen, sorgt der Ventrale Vagus Nervs sowohl für eine gute herzoffene Verbindung mit anderen und ein gesundes Miteinander als auch für Entspannung, Ruhe und Erholung.


Das Problem ist, dass wir uns nicht bewusst sind, was uns in den ersten drei Jahren unseres Lebens passiert ist. Was das bedeutet, ist folgendes: So traurig es auch ist, aber die meisten von uns haben keine Ahnung, dass wir ein disreguliertes Nervensystem haben.


Und die meisten von uns haben keine Ahnung, dass ein disreguliertes Nervensystem riesige Probleme in Bezug auf Beziehungen (und auch viele andere Bereiche unseres Lebens) verursachen kann!


Welche Indizien gibt es? Es gibt zahlreiche Symptome wie z.B.

  • Du verliebst dich in Menschen, die dich nicht lieben oder gebunden sind.

  • Du suchst dir Partner, die Nähe vermeiden oder, das andere Extrem, Partner, die klammern und dich ersticken.

  • Du hast eine kurze Zündschnur.

  • Deine Reaktionen sind oft unangemessen und stehen in keinem Verhältnis zur eigentlichen Situation.

  • Du suchst dir Partner, die lügen.

  • Obwohl ihr zu zweit seid, fühlst du dich einsam.

  • Es ist schwierig, miteinander zu reden.

  • Eure Themen und Diskussionen drehen sich im Kreis.

  • Es gibt häufig Streit und Disharmonie.

  • Versöhnung findet nicht oder selten statt.

  • Du willst mehr Intimität und Nähe als dein Partner zulässt oder umgekehrt.

  • Du willst mehr Sex als dein Partner zulässt.

  • Oder willst du weniger körperlichen Kontakt und Nähe, als dein Partner verlangt.

  • Dein Partner ist emotional und körperlich nicht oder selten verfügbar.

  • Du fühlst dich von deinem Partner eingeengt

  • Wenn du die Bedürftigkeit deines Partners spürst, machst du innerlich dicht

  • Du denkst an Trennung oder vermeidest deinen Partner häufig.

Oder hast du unklare Symptome wie Schmerzen und andere psychosomatische Beschwerden, zu denen Ärzte nur den Kopf schütteln? Oder anhaltende Verdauungsprobleme, Autoimmun-Erkrankungen, Depression, chronische Anspannung, Schlafstörungen und andere Gesundheitsprobleme, die nicht zu überwinden scheinen, egal was du versucht hast?

Die Ursache für all das könnte ein nicht diagnostiziertes, disreguliertes Nervensystem, sprich unbewusstes Trauma, sein.


Die ACE-Studie, wie du weiter oben bereits gehört hast, beweist, dass Widrigkeiten in der Kindheit einen enormen Einfluss auf die lebenslange Gesundheit der Betroffenen haben.


Was können wir dagegen tun?


Das habe ich mich auch gefragt! Ich war zutiefst frustriert darüber, dass ich alle Anstrengungen in der Welt unternommen hatte, um meine Beziehungsprobleme, Verdauungsprobleme und andere Gesundheitsprobleme zu überwinden, jedoch ohne nennenswerten und dauerhaften Erfolg. Bis ich eine Methode fand, die mir wirklich dabei geholfen hat, mein Autonomes Nervensystem wieder in einen ausgeglichen Zustand zu bringen und meinen Ventralen Vagus Nerv auf ein stärkeres Fundament zu stellen. Es hat mir nicht nur geholfen. Es hat mein Leben komplett verändert!

Ich verstehe jetzt, dass die Arbeit mit dem Nervensystem zuerst kommen muss. Wir müssen in den meisten Fällen proaktiv etwas tun, um das Nervensystem in einen regulierten Zustand zurückzubringen. Es muss der erste Schritt auf der Heilungsreise sein. Es muss geschehen, bevor wir wirklich und vollständig heilen können.


Sprich mich noch heute an, um einen Termin mit mir zu vereinbaren. Ich freue mich, wenn ich dich begleiten darf auf dem Weg zu einer glücklicheren Beziehung mit mehr Freude, Liebe, Verbundenheit, Harmonie und gutem Sex.



Hab dich wohl, liebe Grüße und bis bald,

Aneesha




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